Ein junger Mann soll am Vormittag in Osdorf seine Ex-Freundin bedroht haben. Aus diesem Grund suchten Einsatzkräfte der Polizei den Mann am Nachmittag in seiner Wohnung in der Stader Straße in Hamburg-Heimfeld auf. Die Beamten wollten dort eine sogenannte Gefährderansprache durchführen.
Der Mann war jedoch nicht zu Hause, sein Aufenthaltsort ist weiterhin unbekannt. Die Polizei betont, dass es sich um eine Beziehungstat handelt und keine Gefährdung für außenstehende Personen besteht. Trotzdem zogen die Beamten in Hamburg einfach ab. Wie kann das sein?
Hamburg: Spezialeinheit sichert Polizeieinsatz ab
Da der Verdächtige bereits früher polizeilich aufgefallen war, unterstützte die Einheit für erschwerte Einsatzlagen (USE) die Maßnahme. Trotz umfangreicher Bemühungen blieb der Einsatz ohne Erfolg. Die Ermittlungen zum Aufenthaltsort des Mannes dauern an.
Eine Gefährderansprache ist ein konfrontatives Gespräch, das von der Polizei mit jemandem geführt wird, der zwar noch nicht straffällig geworden ist, aber als potenzieller Gefährder gilt, also polizeibekannt ist. Damit soll verdeutlicht werden, dass die betroffene Person unter behördlicher Beobachtung steht.
Mehr News:
In jüngster Vergangenheit gab es immer wieder Kritik an dem Vorgehen, da oftmals polizeibekannte Täter vermeintlich aus dem Nichts mit deutlich größeren Straftaten in Erscheinung traten. Dass Behörden in Hamburg und im Norden auf Zack sind, beweist allerdings etwa die Festnahme eines 17-Jährigen in Hamburg im Dezember 2024, der einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt plante… >>>Hier mehr dazu!