Die Gastro-Kette Sausalitos steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Das Unternehmen, das deutschlandweit mehr als 40 Filialen betreibt, darunter drei in Hamburg, hat Insolvenzantrag gestellt.
Wie aus einem Beschluss des Amtsgerichts München hervorgeht, betrifft dies mehrere Gesellschaften der Gruppe, darunter die Sausalitos Norddeutschland GmbH mit Filialen in Hamburg. Der Betrieb soll vorerst fortgeführt werden, doch die Zukunft ist ungewiss.
Sausalitos in Hamburg: „Kein Wunder“
Die Gastronomiebranche leidet noch immer unter den Folgen der Corona-Pandemie, berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa). Auch Sausalitos nennt rückläufige Besucherzahlen und steigende Kosten als Gründe für die Insolvenz. Besonders betroffen sei davon die „getränkeorientierte Bedien-Gastronomie“, zu der auch Sausalitos zählt. Die Auswirkungen könnten auch für die Hamburger Standorte gravierend sein.
Die Insolvenz von Sausalitos hat im Netz bereits für Diskussionen gesorgt. Besonders in den sozialen Medien häufen sich kritische Stimmen zur Preisgestaltung und zum Service des Unternehmens. Ein Gast kommentierte: „Kein Verlust. Die Qualität hat stark nachgelassen.“ Ein weiterer findet sogar: „Bei den Preisen und dem Service kein Wunder.“
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Sausalitos in Hamburg: „Bis Mai Löhne gedeckt“
Einige sehen in der Insolvenz nur den Anfang einer größeren Entwicklung in der Gastronomiebranche: „Es werden Hunderte folgen bei 15 Euro Mindestlohn demnächst. Ich glaube kaum, dass dann noch jemand 15 Euro für einen Cocktail bezahlen wird.“ Andere wiederum äußern sich weniger sachlich und ziehen das Unternehmen ins Lächerliche: „Saustall-itos“.
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Um die Geschäfte weiterzuführen, solle nun ein Investor gefunden werden. „Unser Ziel ist es, den Betrieb zunächst fortzuführen und zeitnah einen Investor für Sausalitos als Systemgastronomie-Konzept zu finden“, zitiert dpa den vorläufigen Insolvenzverwalter Michael Schuster. Bis Mai seien die Löhne und Gehälter der rund 1000 Beschäftigten über das Insolvenzgeld gesichert. (mit dpa)