Die Planungen für die neue U-Bahn-Linie U5 in Hamburg schreiten voran. Doch der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und die Hochbahn stehen vor einer komplexen Aufgabe. Die Einrichtung der nötigen Baustellenflächen sorgt für Diskussionen.
Viele Flächen müssen geprüft werden, was zu Unsicherheit in der Innenstadt führt. Besonders Anwohner und Geschäftsleute blicken besorgt auf die kommenden Entscheidungen des HVV.
HVV: Innenstadtflächen werden geprüft
Die Hochbahn und HVV hätten betont, dass vorrangig versiegelte Flächen für die Baustelleneinrichtung genutzt werden sollen. Der Prüfungsprozess dazu soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, erklärt: „Es ist gut, dass Hochbahn und Senat die rechtlich notwendigen Prüfungen und Planungen hinsichtlich notwendiger Baustellenflächen für den U5-Bau im Innenstadtbereich noch einmal konkretisiert haben.“
„Die Fläche der Außenalster gehört sicherlich nicht dazu“, betonte Kienscherf weiter. Dennoch müssten auch diese Flächen in die rechtliche Prüfung einbezogen werden, um eine gerichtsfeste Planung für den HVV-Bau zu gewährleisten. Die Auswahl der Baustellenflächen erfolgt nach festen Kriterien wie den Auswirkungen auf Verkehr, Umwelt und Wirtschaft. Außerdem müssen die genutzten Flächen nach der Bauzeit wiederhergestellt werden können.
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HVV: Klagen sollen vermieden werden
Die umfassende Prüfung soll verhindern, dass Standorte ohne sachliche Begründung ausgeschlossen werden. Nur so kann ein rechtssicherer Beschluss erreicht werden. Verzögerungen durch Klagen oder unerwartete Kosten sollen vermieden werden. „Am Ende einer genauen Kosten-Folgen-Abschätzung wird die Fläche ausgewählt, die am geeignetsten erscheint“, so Kienscherf. Hochbahn und HVV hätten vor allem primär versiegelte Flächen im Fokus.
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Die Entscheidung über die konkreten Baustellenflächen fällt erst nach Abschluss der laufenden Prüfungen. Bis dahin bleibt unklar, welche innerstädtischen Flächen tatsächlich genutzt werden.