Idyllischer Sandstrand, Vogelgezwitscher, uralte Bäume – der Platz liegt so, wie es sich wohl viele Gäste wünschen. Doch hinter der anschaulichen Kulisse liegen massig Probleme.
Marode Stromleitungen, verrottete Sanitäranlagen und heruntergekommene Spielplätze. Das Problem? Die Verantwortlichen haben jahrzehntelang weggeschaut – und will den Campingplatz für einen lächerlichen Symbol-Euro loswerden.
Camping: 10 Millionen Euro Sanierungsstau
Ein Gutachten zeigt die Wahrheit, der sich keiner mehr verschließen kann: Rund zehn Millionen Euro müssten investiert werden, um den Camping-Platz Bärensee in Bruchköbel wieder auf Vordermann zu bringen. Dich Bürgermeisterin Sylvia Braun (FDP) winkt ab: „Die Kassen sind knapp.“
Also soll der Platz verkauft werden – für den symbolischen Preis von einem einzigen Euro! Das sorgt für Empörung: „Das ist einfach nicht nachvollziehbar“, kritisiert CDU-Politiker Thomas Sliwka laut „Hessenschau“. Auch der Bruchköbeler „BürgerBund“ legt nach: „Die Stadt hat es jahrzehntelang schleifen lassen – und will sich jetzt einfach aus der Verantwortung stehlen!“. Harte Vorwürfe.
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Camping: Käufer steht bereit
Doch ein Käufer steht schon bereit: Ein Dauercamper vom Bärensee will das Chaos nun selbst in die Hand nehmen. Sein Versprechen: Er will den Platz wieder in Schuss bringen – doch das wird Jahre dauern. „Ohne die Unterstützung der anderen Camper wird das nicht gehen“, gibt er gegenüber der „Hessenschau“ zu.
Während einige Langzeit-Bewohner optimistisch sind, bleibt eine große Frage offen: Was passiert mit den engen Parzellen? Brandschutzauflagen könnten dazu führen, dass Anbauten abgerissen oder ganze Stellplätze wegfallen müssen.
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Ob der Verkauf wirklich eine gute Lösung ist, entscheidet sich bald. Wenn das Stadtparlament grünes Licht gibt, soll der Campingplatz zum 1. Januar 2026 offiziell für den Besitzer wechseln – mit ungewissem Ausgang.