Der Frühling ist endlich da. Wer noch keine große Reise geplant hat, kann sich zumindest mit einem Tagestrip nach Sylt, Norderney oder Helgoland ein bisschen Urlaubsstimmung holen.
Aber Vorsicht! Auch wenn das Wetter an der Nordsee gerade ziemlich einladend wirkt, ist rund um Helgoland Anbaden gerade keine sonderlich gute Idee. Und nein, es geht nicht nur um die eisigen Wassertemperaturen – es kommt noch dicker…
Helgoland: Verschmutzung im Wasser
Rund 170 Kilometer nordwestlich vor Helgoland (Kreis Pinneberg) wurde ein leichter Ölfilm auf der Nordsee entdeckt. Die Bundespolizeiinspektion See Cuxhaven hat bereits am Wochenende (22. bis 23. März) Proben entnommen, um die Herkunft zu ermitteln. Die Ergebnisse werden im Laufe dieser Woche noch erwartet.
Der knapp 1.500 Meter lange Ölfilm vor der Insel wurde mithilfe eines Satelliten der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) bereits am Donnerstag (20. März) entdeckt und registriert. Der Film ist laut Bundespolizei silbergrau und keine akute Gefahr. Die Situation wurde von einem Sprecher der Polizei als „nicht bekämpfungsfähig“ eingestuft.
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Helgoland ist kein Einzelfall
Bereits vor einigen Wochen gab es in Büsum ebenfalls ein Ölleck. Alina Claußen vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein warnte schon damals vor gravierenden Auswirkungen solch eines Vorfalls auf die Umwelt: „Die Verunreinigung im Meereswasser schädigt das gesamte marine Ökosystem von Mikroorganismen bis hin zu Meeressäugern. Insbesondere Seevögel können massiv von Öl beeinträchtigt werden, was zu Ertrinken, Verhungern oder Vergiftung führen kann.“
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Die Expertin weist gegenüber MOIN.DE darauf hin, dass die Nordsee ein sensibles Ökosystem sei, dessen Regeneration in so einer Situation Jahre dauern könnte, wenn nicht schnell genug gehandelt wird. Wie es an der Küste von Helgoland weitergehen wird, ist bis jetzt unklar.