Es sind Szenen, die an die Grenze gehen – an die Grenze zum pornösen, aber eben nur fast. Das gefällt Norderney-Kennern, obwohl eigentlich Sylt zu sehen sein soll. Anderen ist die Grenze des guten Geschmacks erreicht.
Was da über Bildschirme in deutschen Wohnzimmern flimmert, zeigt die Insel Norderney in völlig neuem Licht – und polarisiert nicht nur mit nackter Haut.
Norderney: Intensive Begegnungen
Die Empfehlungen sprengen aktuell beinahe jede Facebook-Gruppe und jedes Norderney-Forum: Ein ZDF-Film läuft in Mediathek und TV, die Reaktionen sind so hitzig wie die erotischen Szenen selbst. „Verhängnisvolle Leidenschaft“ heißt der Streifen, der schon vor Ausstrahlung für reichlich Vorfreude sorgte.
Dabei sind die Bilder, die eigentlich Sylt zeigen sollen, auf Norderney entstanden. Für Hardcore-Insel-Fans ein kleiner Affront, schön gefilmt ist trotzdem alles. Insbesondere die zum Titel passenden Erotik-Szenen gehen offenbar unter die Haut. „Mehr davon“ fordern nicht wenige.
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Norderney: Das sind die Drehorte
Doch worum geht es eigentlich? Nach einem aufreibenden Jahr will sich Nina (gespielt von „Tatort“-Star Cornelia Gröschel) auf Sylt erholen. Dort trifft die verheiratete Frau den aufregenden David (Artjom Gilz) und stürzt sich in sexuelle Abenteuer inklusive frivolen Partys und mehr. Dass das für steigende Temperaturen in Wohnzimmer der Nation sorgt, zeigen hunderte Reaktionen.
Viele feiern den Film nicht nur wegen der Norderney-Hommage (Drehorte waren etwa die Frisia-Fähre, der Lippestrand, Strand Weiße Düne, Strand Osthellern, Thalasso- Plattform am Dünensender, Karl-Rieger-Weg zwischen Weißer Düne und Ortseinfahrt, Außenbereich des Conversationshaus, der Golfplatz und das historische Kurtheater), sondern auch wegen der „schönen“ und prickelnden Handlung.
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Norderney: Einfach mal einschalten
„Habe geweint“, gibt eine Zuschauerin via Facebook zu Protokoll, andere teilen Ausschnitte der ikonischen Dusch-Szene, bei der Körperkontakt der beiden Hauptdarsteller klar im Vordergrund steht. Kritiker monieren, der zweite Frühling sei doch etwas zu erotisch geraten, vor allem für eine Produktion des ZDF. Der pure „Kitsch“!
Dass Sylt im Film nicht über den Hindenburgdamm angefahren wird, sondern über den Lister Hafen, passt ebenfalls vielen nicht. Doch was solls, der Film begeistert, polarisiert, verzückt. Zu sehen ist er aktuell in der ZDF Mediathek.