Der kulinarische Umbruch an der Nordsee nimmt kein Ende und so geht das Restaurant-Sterben weiter. Diesmal trifft es ein echtes Urgestein der norddeutschen Restaurant-Szene.
Im beliebten Ortsteil Bad von St. Peter-Ording schlägt die Realität der Gastronomie-Krise erneut gnadenlos zu. Das Bistro Schulz ist Geschichte und macht Platz für eine Kette.
Nordsee: Bye bye, Bistro Schulz – Hallo Asia-Kette
Sebastian Herbst, einst Betreiber des traditionsreichen Lokals im Herzen vom Nordsee-Ort St. Peter-Ording zieht den Schlussstrich. Das ehemalige Bistro Schulz wird an die Wedeler Kette ToGao verpachtet, wie nun der „shz“ berichtet. Statt norddeutscher Gemütlichkeit heißt es jetzt Sushi, Zitronengrassuppe und Frühlingsrollen mit Kettenflair. Die neue Filiale ist ein Ableger der Restaurant-Kette aus Wedel.
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Immer mehr einstige Kult-Lokale verschwinden aus dem Bild des Badeorts. Wo früher Geschichten erzählt und norddeutsche Küche serviert wurden, dominieren nun asiatische Fusion-Konzepte. Zwar verspricht ToGao eine stylische Terrasse und vietnamesisch-japanische Vielfalt, doch die alteingesessenen Lokale werden dennoch sehnlichst vermisst werden.
Die Nordsee bietet nun Ketten statt Charakter
Ein Trostpflaster für die Traditionalisten ist jedoch, dass Inhaber Sebastian Herbst der Nordsee-Gastro treu bleibt mit seinem neuen Konzept Sebo’s Kombüse. Statt Rumpsteak regieren im neuen Restaurant nun Glückstädter Matjes, Büsumer Krabben und Reibekuchen mit Holsteiner Schinken.
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Der Wandel ist spürbar. St- Peter-Ording kämpft um seine kulinarische Seele. Wo einst liebevoll und regional gekocht wurde, marschieren nun die Gastroketten ein. Das Restaurant-Sterben an der Nordsee geht weiter und mit dem Bistro Schulz fällt bedauerlicherweise ein weiteres Stück Tradition.