Bei vielen Urlaubern ist die Vorfreude sicherlich riesig. Der Winter neigt sich langsam dem Ende zu und somit passiert bald das, worauf sie oft monatelang hinfiebern: ein Urlaub an der Nordsee. Bei vielen sind Inseln wie Sylt und Norderney besonders gefragt.
Laut Statistiken ist Sylt bei Urlaubern die beliebteste Nordsee-Insel in Deutschland. Doch nun kommen andere Fakten ans Licht, die das Bild der perfekten Insel trüben.
Sylt: Statistik sorgt für Wirbel
Laut Statistiken vom Statistikamt Nord bleibt Sylt das unangefochtene Ziel der deutschen Nordsee-Küste. Im Jahr 2024 soll es rund 4,8 Millionen Übernachtungen auf der Insel gegeben haben, das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von ca. 0,6 Prozent. Auch bei den Anreisen ging es nach oben: Mehr als 753.000 Gäste kamen nach Sylt, was einem Plus von 3,4 Prozent entspricht.
Was wie ein großer Erfolg klingt, sorgt laut „Hamburger Morgenpost“ vor Ort für Stirnrunzeln. Diese Zahlen seien laut Experten nicht sonderlich zuverlässig. Der Grund dafür ist ganz einfach, das Statistikamt Nord erfasst nur größere Hotels und Pensionen mit mindestens zehn Betten – Tausende Ferienwohnungen, Privatunterkünfte und Campingplätze fallen also komplett durchs Raster.
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Sylt: Gemeinde hat genauerer Daten
Das sorgt nun also für ein völlig verzehrtes Bild, die Realität sieht nämlich nicht so rosig aus. Die hausinternen Zahlen legen laut „Hamburger Morgenpost“ offen, dass es tatsächlich einen Anreise-Rückgang von 0,7 Prozent gibt. Bei den Übernachtungen gab es sogar ein Minus von 1,2 Prozent auf 4,46 Millionen. Vor allem die schwächelnde Konjunktur, eine komplizierte Ferienverteilung und die immer stärkere Konkurrenz aus dem Ausland machen der Insel zu schaffen.
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Trotz all des Frusts über die verzehrten Zahlen, rechnen Experten mit einem guten 2025 für die Insel – Sylt ist und bleibt ein beliebter Sehnsuchtsort bei den Urlaubern.