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Tchibo: US-Amerikaner testet deutschen Kaffee – und flippt aus! „Filterpapier-Geschmack“

In den USA wundert man sich ohnehin über Tchibo. Ein Mann testete beliebte Marken, sein Urteil ist vernichtend. Kaffee-Kenner wissen, warum.

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Das ist das Familienunternehmen Tchibo

Tchibo gehört zu den weltweit größten Kaffeeröstereien der Welt. Das ist die Geschichte des Familienunternehmens im kurzen Überblick.

Tchibo gibt es mittlerweile sogar in den USA. In den Staaten wundert man sich zunächst über das Konzern-Logo (MOIN.DE berichtete), und dann über merkwürdig-schlechten Geschmack. Was ist da nur los?

Tchibo-Kenner aus Deutschland reagieren – und haben mitunter abenteuerliche Theorien.

Tchibo: „Habe viele Marken ausprobiert“

Ein US-Amerikaner gönnt sich daheim Kaffee-Marken, die aus Deutschland kommen. Zuallererst brühte er sich Tchibo-Bohnen auf, es folgten weitere von Dallmayr, Melitta und Dinzler. Via „reddit“ teilt er seine Erfahrungen und zeigt sich verwundert: Alle Sorten strotzen für ihn vor „Filterpapier-Geschmack“, nur die Italo-Marke Lavazza sei erträglich, schreibt er.

Kaffee-Gourmets weisen auf die allgemeine Handhabe hin, dass Kaffee-Anbieter zwar in der Regel selbst rösten (so wie Tchibo etwa), die Bohnen aber natürlich nicht aus Deutschland stammen. Soweit so gut. Schlecht für den überraschten US-Amerikaner, dem Qualität und Mischung offenbar so gar nicht zusagen.

+++ Tchibo provoziert Konkurrenz! Dieses Angebot kann niemand abschlagen +++

Tchibo: „Billigste Qualität“

Eine einhellige Meinung, die sich in jedem Kaffee-Forum und an jedem selbsternannten Gourmet-Stammtisch in Deutschland findet: „Das liegt daran, dass du die schlechteste und billigste Qualität gekauft hast“. Tatsächlich kommen Tchibo und Co. in der Regel nicht so gut weg, sobald Kaffee-Profis das Feld betreten.

„Du hast keine Ahnung von Kaffee“, lautet sogar eine der überheblicheren Meinungen, die sich auf „reddit“ tummeln. In Foren wie „kaffee-netz.de“ will man von Tchibo, Dallmayr und Co. ebenfalls wenig wissen. Exotische Kleinst-Röstereien und Marken wie „Suke Quto“, „Hoppenworth & Ploch“ oder „Kenya Bishop R11 AA WHDX“ gelten unter Kaffee-Nerds als das Non-Plus-Ultra.


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Man kann sicher jede Leidenschaft auf die Spitze treiben, und das kann richtig Spaß machen. Ob US-Amerikanern „deutscher“ Kaffee nicht doch schmecken kann, liegt aber auch an der Zubereitung. Stiftung Warentest kürt aktuell immerhin „Eduscho Filterkaffee Nr. 1 Klassisch“ von Tchibo mit der Best-Note „sehr gut“. Tchibo, Jacobs und Dallmayr gelten dazu als beliebteste Kaffee-Marken in Deutschland. Und am Ende ist das alles Geschmackssache.