Tchibo und Merkwürdigkeiten im Online-Shop, Kunden kennen das bereits. Nützliche Produkte gibt es noch und nöcher, nur in Sachen Design hat sich der Hamburger Konzern schon mehrfach ein wenig vergriffen.
Insbesondere Massage-Stäbe fallen da auf. Einen beschlagnahmte 2020 sogar das BKA, einen „Morgenstern“ von Tchibo, der ungewollt das deutsche Waffengesetz etwas zu sehr touchierte. Jetzt steht ein unscheinbares Holz-Teil mit mehreren Gliedern im Fokus.
Tchibo: Klopf‘ auf Holz
Als „Massage-Roller“ angeboten, reiht sich das unfreiwillig frivole Teil in den Tchibo-Shop zwischen „Duo-Massagebällen“ und „Faszien-Massage-Sets“ ein. Alles aus Holz, schön natürlich. Wobei letztere Gerätschaften in ihrer Form an Erdnüsse beziehungsweise Hühner-Eier erinnern, kommt der „Massage-Roller“ für manche etwas zu natürlich daher.
Ein Stab, an dessen Ende zwei Kugeln hängen – simples Design, dessen Form sich normalerweise als Edding-Kritzelei auf Schultischen von Pubertierenden findet oder eben in Öko-Sex-Shops. Hohn und Spott sind nicht weit entfernt, denn das Internet besteht eben nicht nur aus dem Online-Shop von Tchibo.
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Tchibo: „Viele gute Dienste erwiesen“
Auf „reddit“ etwa ulkt es los, vermeintliche Anwender des Holz-Schlägels empfehlen, ihn nur „auf dem Rücken liegend“ anzuwenden. Beine hoch, und…naja. Tchibo selbst gibt an, bei Gebrauch könne die „Intensivität durch den ausgeübten Druck variiert werden“. Soso. Und noch mehr.
„Kann durch die rotierende Bewegung Spannungen lösen“, steht in der Produktbeschreibung. Ein Schelm, wer Tchibo hier nicht ein Augenzwinkern unterstellt. Immerhin: Das Buchenholz ist FSC-zertifiziert, der Roller als „medizinisches Gerät“ eingestuft. „Das Holz des Massagerollers schont die Umwelt“, steht da auf der hauseigenen Website.
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In der Kundenzufriedenheit räumt der belächelte Mini-Stab dann auch gleich ab: „Praktisch und kompakt, liegt gut in der Hand, hat mir schon viele gute Dienste erwiesen“, schreibt eine Frau in den Bewertungen – fünf Sterne! „Etwas klein und labil“, schreibt eine andere, „aber vielleicht gewöhne ich mich noch daran“. Es kann ja noch werden.