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Tchibo watscht Von der Leyen ab – das geht Kunden direkt was an

Verwässerung droht – und am Ende zahlen die Kunden den Preis! Tchibo warnt vor laschen Regeln und fordert Konsequenz.

© IMAGO / Hanno Bode

Das ist das Familienunternehmen Tchibo

Tchibo gehört zu den weltweit größten Kaffeeröstereien der Welt. Das ist die Geschichte des Familienunternehmens im kurzen Überblick.

Die Debatte um das EU-Lieferkettengesetz nimmt weiter Fahrt auf – und dabei geht es nicht nur um trockene Bürokratie, sondern um echte Konsequenzen für Verbraucher und Unternehmen wie Tchibo. Die EU will mit der sogenannten „CSDDD“-Richtlinie sicherstellen, dass Firmen Verantwortung für Menschenrechte und Umwelt entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette übernehmen.

Klingt gut, oder? Doch nun soll die Reform verschoben und deutlich abgeschwächt werden. Mitten in dieser Diskussion: der Hamburger Konzern Tchibo, der sich klar gegen eine Verwässerung des Gesetzes positioniert. Und das betrifft am Ende direkt die Kunden!

Tchibo: Wer zahlt am Ende den Preis?

Denn wer beim Einkaufen auf faire Produkte setzt, will sicher sein, dass hier keine ausbeuterischen Arbeitsbedingungen oder Umweltzerstörung dahinterstecken. Doch genau diese Sicherheit könnte nun verloren gehen, wenn Unternehmen nur noch für die obersten Lieferantenstufen verantwortlich wären.

Das bedeutet: Die härteste Arbeit in Minen, Plantagen oder Textilfabriken bliebe oft unkontrolliert – und damit auch Menschenrechtsverletzungen. Laut Tchibo wäre das ein Rückschritt, denn das Unternehmen fordert eine Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette. Kunden müssten dann nicht nur mit ihrem Geld, sondern auch mit ihrem Gewissen bezahlen.

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Tchibo: Freifahrtschein für Ausbeutung?

Wenn die neuen Regelungen nicht stark genug sind, wäre das für viele Unternehmen ein Freifahrtschein, um problematische Zulieferer weiter zu ignorieren. Firmen könnten sich aus der Verantwortung stehlen, während Arbeiterinnen und Arbeiter in Billiglohnländern weiter schuften – ohne Schutz, ohne Rechte, ohne Perspektive. Tchibo fordert daher ein sofortiges Inkrafttreten der neuen Regeln, ohne jahrelange Verzögerungen.

Und das Problem reicht noch weiter: Wer einmal damit beginnt, Regeln aufzuweichen, öffnet Tür und Tor für noch mehr Ausnahmen. Was heute „Harmonisierung“ heißt, könnte morgen das Ende echter Transparenz bedeuten. Die Frage ist also: Wollen wir ein Gesetz mit Biss – oder nur einen Papiertiger?


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Tchibo bleibt dabei: Unternehmen müssen echte Verantwortung übernehmen und nicht nur leere Versprechen abgeben. Bürokratieabbau darf nicht als Deckmantel für Verwässerung genutzt werden. Kunden haben ein Recht darauf, dass ihre Einkäufe nicht zur Finanzierung von Ausbeutung beitragen.

Letztlich geht es nicht nur um Politik oder Wirtschaft – es geht um uns alle. Jeder Einkauf ist eine Entscheidung, und die Kunden sollten sich darauf verlassen können, dass sie mit ihrem Geld keine miese Geschäftspraxis unterstützen. Ein zu lasches Lieferkettengesetz würde genau das aber riskieren.