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Tierheim im Norden: Gefährliche Qualzucht! Möhritz kann sich nicht verständigen – „stark gehandicapt“

Niedlich, aber mit schlimmen Folgen! Möhritz wurde für sein süßes Aussehen gezüchtet – doch dahinter steckt eine schmerzhafte Qual!

© IMAGO / Fernando Baptista

Der virale Hund Otis hat endlich ein neues Zuhause.

Wir waren in Beelitz, um den Kangal-Mischling Otis, bekannt für sein lautes Jaulen, zu besuchen.

Kulleraugen, flauschige Öhrchen und ein tapsiges Wesen – süßer geht es kaum! Doch genau das ist das Problem: Tiere werden gezielt so gezüchtet, dass sie beim Menschen einen „Oh-wie-niedlich!“-Reflex auslösen. Klingt harmlos? Ist es aber nicht! Dieses Tierheim im Norden hat aktuell wieder ein leidendes Tier aus der Qualzucht aufgenommen.

Denn was viele nicht wissen: Diese Zucht auf Niedlichkeit geht oft auf Kosten der Gesundheit. Bestes Beispiel: Das Widderkaninchen Möhritz aus einem Tierheim im Norden – seine herabhängenden Ohren mögen putzig aussehen, doch sind für ihn eine einzige Qual…

Tierheim im Norden: Süß um jeden Preis

Viele Menschen sehen ein flauschiges Widderkaninchen und sind sofort verliebt – diese hängenden Ohren, einfach zum Dahinschmelzen! Doch was nach einem harmlosen Niedlichkeitsmerkmal aussieht, ist in Wahrheit eine Qualzucht mit schweren Folgen. Tierpflegerin Kerstin vom Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V. kennt das Problem nur zu gut: Möhritz kann seine Ohren nicht richtig bewegen – der Ohrknorpel ist so stark fehlgebildet, dass sie weder vernünftig hochstehen noch beweglich sind.

Und genau das macht ihm das Leben im Tierheim in Hamburg schwer! Kaninchen kommunizieren über ihre Ohren – sie zeigen damit Freude, Angst oder sogar Dominanz. Doch Möhritz kann das nicht! Er ist quasi stumm in seiner eigenen Sprache, kann nicht richtig mit Artgenossen interagieren – Missverständnisse und Stress sind vorprogrammiert. So süß diese hängenden Ohren auch aussehen, Möhritz ist dadurch „stark gehandicapt“ laut Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V..

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Tierheim im Norden: Die traurige Realität

Die traurige Realität in Hamburger Tierheimen: Viele dieser Tiere werden isoliert oder missverstanden, weil ihre Artgenossen sie nicht „lesen“ können. Wer sich also so ein „süßes“ Tier ins Haus holt, unterstützt oft unwissentlich das Leid dieser gezüchteten Tiere. Dabei gäbe es Alternativen – Kaninchen ohne extreme Züchtungen leben gesünder und glücklicher.


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„Wahnsinn, das wusste ich vorher absolut nicht!“ – dieser Kommentar in den sozialen Netzwerken zeigt, wie groß der Aufklärungsbedarf ist. Qualzucht betrifft nicht nur Kaninchen, sondern viele Tierarten – und doch sind sie in Tierhandlungen und Zuchten gang und gäbe. Es liegt an uns, diese ungesunden Trends nicht länger zu unterstützen! Denn süß darf nicht auf Kosten von Schmerz und Leid gehen.