Seit Tagen zeigt sich das Wetter im Norden von seiner beständigen Seite. Klare Nächte, milde Tage und kaum eine Wolke am Himmel bestimmen das Bild. Hochdruckgebiete sorgen für ruhige Bedingungen, die sich kaum verändern. Regen ist vielerorts kein Thema mehr.
Diese außergewöhnliche Wetterlage ist laut Wetter-Experte Dominik Jung das Ergebnis einer sogenannten Omega-Lage. Dabei blockieren Hochdruckgebiete über Mitteleuropa die Zugbahnen von Tiefs. Das Wetter im Norden gerät ins Stocken. Der Frühling scheint eingefroren – in einem Zustand zwischen Sonnenschein und Trockenheit. Doch jetzt könnte es „heftig werden“.
Wetter im Norden: Böden ausgetrocknet
Nach Angaben von „wetter.net“ liegt auch das neue Hochdruckgebiet „Noemi“ weiterhin über Mitteleuropa und bringt kaum Änderungen. Die Auswirkungen sind spürbar, erklärt Dominik Jung. In den oberen 25 Zentimetern des Bodens sei die Erde vielerorts ausgetrocknet. Schon im Februar fielen nur rund 50 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge, im März waren es sogar nur 30 Prozent.
Trotz des sonnigen Wetters kündigt sich zum Wochenende ein markanter Wetterumschwung an. Der Grund ist eine Winddrehung, die kalte Luftmassen aus Osten nach Deutschland lenkt. „Das könnte heftig werden“, warnt der Wetter-Experte. Am Sonntag wird es im Nordosten deutlich kühler – mit Tageshöchstwerten nur noch zwischen sieben und neun Grad Celsius.
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Wetter im Norden: Der Frost ist zurück
Nachts kann es vielerorts zu Frost kommen, besonders im Osten, Norden und Süden. Frühaufsteher müssen sich in vielen Regionen wieder auf gefrorene Autoscheiben einstellen. Trotz des Temperatursturzes bleibt der Norden weiterhin trocken. Laut Prognose gibt es bis Mitte April in ganz Norddeutschland kaum Niederschlag.
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Frühestens danach könnten einzelne Regentage auftreten. Die Gefahr für eine anhaltende Frühjahrestrockenheit steigt damit weiter. Während sich die Temperaturen nach dem Wochenende wieder erholen, bleibt das größere Problem bestehen: die Trockenheit. Das Frühjahr 2025 könnte von Wassermangel geprägt sein – mit möglichen Folgen für Landwirtschaft und Natur.