Na, was ist es denn nun? Selten wurde bei „Bares für Rares“ so sehr über die Symbolik eines Schmuckstückes diskutiert wie im Falle der Brosche, die Klaus Ilsemann aus Lingen (Ems) am Dienstag (25. Februar 2025) mit in die ZDF-Trödelshow brachte.
So hatte der 83-jährige pensionierte Sicherheitsingenieur ein Schmuckstück dabei, dass auf den ersten Blick dem Eisernen Kreuz ähnelte, aber auch noch andere Assoziationen ermöglichte. Hielt es der „Bares für Rares“-Kandidat selbst lange Zeit für das Malteser Kreuz. Auch nicht ganz richtig, wie sich später herausstellen sollte. Doch beginnen wir vorne.
Diskussionen um „Bares für Rares“-Rarität
Gekauft hatte der 83-Jährige die Brosche nämlich vor 35 Jahren in Italien. Ein Souvenir für Zuhause. Scheinbar konnte ihn der damalige Verkäufer aber auch nur bedingt beraten. Zum Glück wusste „Bares für Rares“-Expertin Wendela Horz Bescheid.
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„Ich habe in der Tat auch direkt an ein bestimmtes Kreuz gedacht, als ich die Brosche sah. Allerdings nicht das Malteser Kreuz, denn das hat ja acht Spitzen eigentlich. Und das hier hat geteilte Enden. Ich dachte zunächst an das Templer-Kreuz”, so die Expertin. Womit wir vom Eisernen Kreuz gar nicht mehr weit entfernt waren, hatte sich Friedrich Karl Schinkel bei seinem Entwurf des Eisernen Kreuzes doch am Templerkreuz orientiert.
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Demnach würde die Brosche gut in die Entstehungszeit dieses Entwurfes passen. Wurde die Brosche, so schätzte es Wendela Horz, doch etwa in der Zeit zwischen 1800 und 1820 hergestellt. Doch abgesehen von der Frage, was sie denn nun darstellte, war die Brosche auch von der Gestaltung her spannend. Ganz fein, sei sie, so Horz, jedoch mit „relativ wenig Material“, mit „relativ wenig Geld“ gearbeitet worden.
„Es schaut aus wie das eiserne Kreuz“
Dennoch: In 750er-Gold gearbeitet, dazu mit Saphiren besetzt. Was also würde die Kreuz-Brosche wert sein? Mehr als die 500 bis 700 Euro, die sich Klaus Ilsemann wünschte? Ein Preis, den Wendela Horz nur unterstreichen konnte, sie taxierte das Schmuckstück auf 600 bis 800 Euro.
Und so ging das lustige Rätselraten welches Kreuz es denn nun sei, im Händlerraum weiter. „Es schaut aus wie das eiserne Kreuz ein bisschen von vorne“, fand Wolfgang Pauritsch. Und auch Waldi blies ins selbe Horn: „Das sieht wirklich aus, wie das eiserne Kreuz.“ Vom Templer-Kreuz ließen sich die Herren Händler aber auch überzeugen. Und so nahm das Bietergefecht seinen Anfang.
Mit gutem Ende für den 83-Jährigen. 550 Euro zahlte Wolfgang Pauritsch schlussendlich. Und lag damit genau im Wunschpreis-Bereich des „Bares für Rares“-Kandidaten.