Jahrelang hat er auf diese Chance gewartet, Jahr für Jahr hat er sich beim Tochterteam weiterentwickelt, um eines Tages bei Red Bull fahren zu dürfen. Yuki Tsuonda dürfte den Traum, für Red Bull in der Formel 1 zu fahren, im vergangenen Winter wohl schon ad acta gelegt haben. Schließlich hat man ihm seinen ehemaligen Teamkollegen Liam Lawson vor die Nase gesetzt.
Nur wenige Monate später kommt es nun doch zu seinem Traum: Tsunoda steht vor seinem ersten Einsatz als Red-Bull-Pilot. Ausgerechnet in seiner Heimat wird der Formel-1-Fahrer für das Erfolgsteam debütieren. Und doch droht ein ganz bitteres Szenario!
Formel 1: Tsunoda vor Red-Bull-Debüt beim Heimrennen
Seit 2021 fährt der Japaner in der Formel 1, vier Jahre lange fuhr er für die Racing Bulls, das Schwesterteam von Red Bull. Immer wieder hatte er auf eine Beförderung gehofft, doch immer wieder haben die Teambosse sich gegen den 24-Jährigen entschieden. Bis jetzt. Bis Lawson einen katastrophalen Saisonstart hingelegt hat und die Red-Bull-Verantwortlichen sich veranlasst sahen, schon nach zwei Rennen den Piloten zu wechseln.
Jetzt bekommt Tsunoda die Chance, auf die er so lange gewartet hat, auf die er so lange hingearbeitet hat. Und das ausgerechnet vor der eigenen Haustür in Suzuka. Die Vorfreude bei Tsunoda könnte wohl kaum größer sein, der Druck aber auch nicht. Denn Fakt ist: Die Erwartungen an ihn sind gigantisch.
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Red Bull brauch einen Fahrer, der gemeinsam mit Verstappen um Siege und Podien mitfährt, die japanischen Fans wollen ihren Fahrer vorne sehen. Der 24-Jährige wird also Nerven aus Stahl brauchen. Denn im Gegensatz zu den letzten Jahren wird er nicht nur gegen den Druck und die Konkurrenz, sondern auch gegen das eigene Auto kämpfen müssen.
Bittere Aussichten für Red Bull
Denn erstmals seit Jahren ist der Red-Bull-Bolide nicht das beste Auto im Grid. In den letzten Jahren standen die „RBs“ für absolute Schnelligkeit, gepaart mit der perfekten Aerodynamik. Davon ist der RB21 weit entfernt. Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hatte in den ersten zwei Rennen enorm zu kämpfen, Lawson kam bekanntlich überhaupt nicht mit dem Auto zurecht.
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Beim Racing-Bull-Boliden sieht es hingegen ganz anders aus. Das Auto des Schwesterteams präsentiert sich erstaunlich gut – das konnte Tsunoda in den vergangenen Wochen nutzen. Nun wird er in ein Auto steigen, dass sich ganz anders anfühlen wird. Das Szenario, dass Lawson im Racing Bull eine bessere Figur abgeben wird als Tsunoda im Red Bull, ist zumindest nicht ganz ausgeschlossen. Und das wäre für den Japaner vor heimischer Kulisse natürlich der Super-Gau.