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Minister-Roulette: Lauterbach bald weg? SIE wird aktuell heiß gehandelt

Der Koalitionsvertrag ist noch in weiter Ferne, dennoch wird über die Besetzung der Ministerien spekuliert. Dabei geht es auch um Karl Lauterbach.

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Noch mit der Besetzung des alten Bundestages haben Union, SPD und Grüne über eine Änderung des Grundgesetzes abgestimmt.

Union und SPD befinden sich mitten in den Koalitionsverhandlungen, vor allem in den Bereichen Finanz-, Sozial- und Asylpolitik scheinen die Gräben noch tief zu sein. An eine Verteilung der Ministerien ist ebenso wenig zu denken, wie an die konkreten Personalien. Dennoch geistern einige Namen und Spekulationen durch das politische Berlin. Hoch im Kurs steht dabei Karl Lauterbach. Die „Bild“ berichtet, dass er als Gesundheitsminister abgelöst werden könnte.

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Obwohl die Koalition noch in den Kinderschuhen steckt, bahnt sich ein hartes Rennen um die Ministerien an. Verteilt werden müssen die voraussichtlich 16 Ministerien auf drei Parteien, denn auch die CSU hat das Anrecht auf die Besetzung von Ämtern. Heiß diskutiert wird unter anderem die künftige Ausgestaltung des Gesundheitsministeriums, welches aktuell von Karl Lauterbach geführt wird.

SPD: Zähl Lauterbach zu den „belasteten“ Personalien?

Lauterbach hat das Ministerium im Dezember 2021 von Jens Spahn übernommen. Der 62-Jährige ist bereits seit 2005 im Deutschen Bundestag vertreten und geht in seine sechste Legislaturperiode. Von 2009 bis 2013 fungierte Lauterbach als Gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, ehe er dessen stellvertretender Vorsitzender wurde. Am 25. März 2025 legte er sein Amt als Gesundheitsminister offiziell ab und ist seitdem als „Geschäftsführender Bundesminister für Gesundheit“ tätig.


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Eine zweite Amtszeit würde ihm sicherlich gefallen, doch die Gerüchteküche bringt neue Namen ins Spiel – auch aus den eigenen Reihen. Die „Bild“ berichtet, dass Petra Köpping ihren Parteikollegen in der jetzigen Legislaturperiode ablösen könnte. Die 66-Jährige ist seit 2003 Mitglied in der SPD.

Sie ist seit Dezember 2024 sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. In ihrer Funktion ist Köpping Mitglied des Deutschen Bundesrates. Ihr Name kursierte in Berlin schon länger in Verbindung mit dem Posten von Lauterbach, die Gerüchte sollen der „Bild“ aus dem Umfeld von Parteichef Klingbeil bestätigt worden sein.

Klingbeil hat nach der Wahlniederlage bereits mehrfach betont, dass eine personelle Neuaufstellung seiner Partei unumgänglich ist. Hierzu zählen auch die „belasteten“ Personalien aus der Ampel-Zeit. Denkbar, dass Lauterbach diesem Kurs zum Opfer fällt.