Veröffentlicht inPolitik

„Keine Kartenzahlung möglich“ – Schwarz-Rot macht damit ein Ende

Schwarz-Rot will die Bargeld-Pflicht in Deutschland beenden. Was das für Geschäfte bedeutet und erste Reaktionen.

© IMAGO/BildFunkMV

CDU verliert reihenweise Mitglieder

In der CDU brodelt es gewaltig. Immer mehr Mitglieder treten aus der Partei aus.

Vor allem die skandinavischen Länder sind beim digitalen Bezahlen schon viel weiter als Deutschland. Während hierzulande laut einer Studie der Deutschen Bundesbank noch 51 Prozent bar bezahlt wird (2023), läuft in Schweden, Norwegen und Dänemark fast alles bargeldlos ab. Die mögliche neue schwarz-rote Koalition will das auch in Deutschland weiter vorantreiben.

Nachdem es während der Corona-Pandemie einen Schub hin zum bargeldlosen Bezahlen in Deutschland gab, soll eine neue Regelung der künftigen Merz-Regierung weitere Entwicklungen vorantreiben.

+++ Auch interessant: Neue Grundsicherung „wird Arbeitslose und Beschäftigte erpressbar machen“ +++

Schwarz-Rot will Wahlfreiheit: Kartenzahlung oder Bargeld

So kam nun raus, dass Schwarz-Rot alle Geschäfte und Restaurants schrittweise dazu verpflichten will, neben Bargeld auch elektronische Bezahlangebote zu akzeptieren. Das bestätigte nun SPD-Finanzpolitiker Michael Schrodi der „Welt am Sonntag“.

Es solle eine „echte Wahlfreiheit“ geben. Jeder Kunde könne nach Bestreben von Schwarz-Rot dann entweder digital oder mit Bargeld bezahlen. Ziel dahinter ist, dass Steuerbetrug eingedämmt werden soll.

Und was ist mit den Gebühren?

Im Netz wird die schwarz-rote Reformidee bereits diskutiert. Manche befürchten, dass es um eine langfristige Abschaffung der Barzahlungen und damit des Bargeldes als eigentliche Agenda geht. Das würde die Freiheit der Bürger einschränken. Andere dagegen begrüßen den Plan ausdrücklich. Dazu mischen sich auch Vorverurteilungen über Geldwäsche und Steuerhinterziehung in manchen Geschäften.

„Sehr gut! Schluss mit der Steuerhinterziehung bei den ganzen dubiosen Nagelstudios und Shisha-Bars mit großen Schildern ‚Nur Barzahlung möglich'“, kommentiert jemand auf X.


Weitere Nachrichten für dich:


„Es ergibt schon Sinn, dass die Kartenzahlung neben einer Barzahlung angeboten werden sollte. Dann muss aber auch die Frage nach Transaktionskosten und Zahlungsgebühren steuerlich absetzbar sein. Große Ketten interessieren die nicht, die Gastro aber schon“, meint ein anderer X-Kommentator zum Vorhaben von Schwarz-Rot.